Das Problem beim Rückenschwimmen und seine Lösung
Rückenschwimmen ist eine öffentlich vielgelobte „gesunde Sportart“ vor allem, weil sie im Kopf- und Nacken- und Schulterbereich, ja sogar im Wirbelsäulenbereich heilende Wirkungen entfalten soll.
Rückenschwimmen in öffentlichen Schwimmbädern ist jedoch in Wirklichkeit eine „gefährliche Sportart“, für den Rückenschwimmer selbst wie auch für die Mitschwimmer.
Wenn der Rückenschwimmer sicher und verantwortungsvoll Rückenschwimmen wollte, müsste er, wie der Autofahrer beim Rückwärtsfahren, den Kopf links und rechts über die Schulter drehen, um sich der freien Bahn zu vergewissern. Tatsächlich sieht man hin und wieder solche Schwimmer, die in solch verkrampfter Haltung zu schwimmen versuchen. Äußerst ungesund! Abzuraten!
Aber die weit verbreitete Alternative, sich mit viel „Mut“ und „Gottvertrauen“ auf die Bahn zu begeben, ist auf die Dauer auch nicht zu empfehlen: Erstens bleibt beim Schwimmen ins Nichts eine innere Unsicherheit und Verkrampftheit, die dem entspannten Schwimmen abträglich ist, und zweitens stellen sich bei dieser Methode auf die Dauer sehr unangenehme Erfahrungen ein:
Unbeabsichtigte, aber auch beabsichtigte Rempler und Zusammenstöße mit anderen Schwimmern, womöglich auch Rückenschwimmern. Selbst wenn sie meist glimpflich verlaufen, hinterlassen sie jedoch (außer einem kleinen oder auch größeren Kopfweh) bei den Beteiligten Ängste und Vermeidungsstrategien vor dem „nächsten mal“.
Diese bestehen oft darin, dass der Rückenschwimmer sich eine Randbahn sichert und dort in engem Kontakt mit der Beckenwand seine Bahnen zieht.
Diese Methode funktioniert nur so lange, wie sie von anderen Schwimmern erkannt und respektiert wird. Dies ist nur von geübten und disziplinierten Mitschwimmern zu erwarten. „Spontan-Schwimmer“, wie es sie in allen Alterklassen immer wieder gibt, sind dann auch oft Verursacher von Unfällen mit den vermeintlich sicher schwimmenden Rückenschwimmern.
Die Zuweisung von Schuld ist sowohl im praktischen wie auch juristischen Bereich schwer zu treffen. Im Straßenverkehr wird meist dem Rückwärtsfahrenden die Schuld gegeben….
Folge dieser Belastung beim Rückenschwimmen ohne Schwimmstrippe ist ganz klar: Stress, Verkrampfung und Frustration. An ein entspanntes Rückenschwimmen ist so nicht mehr zu denken.
Aber man kann ja noch träumen. Oder eine Schwimmstrippe benutzen…
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